Dienstag, 9. Dezember 2008

Mein Freund der Laptop

Immer mehr Menschen vereinsamen in der modernen Gesellschaft, so lautet eine gängige These - Sie ist schlicht falsch

Es sind die Zahlen, die der These Nahrung geben: 1950 lebten in Deutschland nur drei Millionen Menschen alleine, heute sind es 15 Millionen. Es sind die zahllosen Geschichten von der Vereinsamung in der Großstadt, welche die Überzeugung stützt. Es ist der Augenschein von den vielen Menschen, die alleine mit ihrem Laptop in der Kneipe sitzen, welche die Hypothese untermauert. Die lautet: Der Wohlstandsmensch von heute lebt in der ständigen Gefahr der Isolation. Wo früher die Großfamilie, das Dorf, der Verein Unterstützung bot, da offeriert die anonyme Konsumgesellschaft nur haltlosen materiellen Ersatz. Erkaufte Gemeinsamkeit, statt emotionalem Rückhalt.

Sind die sozialen Netzwerke heute wirklich brüchiger geworden? Und welchen Einfluss hat der Computer? Genauer gesagt, die Vernetzung von Computern. Fördert sie die Vereinsamungen, weil die Menschen einzeln vor Maschinen sitzen? Oder stärkt sie den Zusammenhalt, weil die Computer und damit die Menschen per Internet untereinander verbunden sind?

Zunächst: Der Mensch neigt zur Verklärung der Vergangenheit. Die Idylle der Großfamilie hat es, von Ausnahmen abgesehen, nie gegeben. Alleine schon deshalb, weil es die Großfamilie selten gab. Noch 1900 lag die Lebenserwartung in Deutschland bei 45 Jahren. Ein entzündeter Blinddarm, eine Geburt mit Komplikationen, ein schweres Fieber - schon hatte die Familie ein Mitglied weniger. Nur selten lebten wirklich drei komplette Generationen einer Familie unter einem Dach.

Oder die Mär von der flächendeckenden Einsamkeit in der Großstadt: Nicht wer in der Großstadt lebt, ist einsam, sondern wer in die Großstadt zieht. Die Literatur ist voll von diesen Geschichten. Es sind aber meist Geschichten von Menschen, die neu in der Stadt ankommen. Oder es sind Geschichten von einsamen Menschen, die in der Großstadt ihre Vorstellung von Einsamkeit finden. Die Forschung zeigt, dass die Menschen in der Stadt bessere Netzwerke haben als auf dem Land. Weil das Angebot größer ist. Man findet eher Gleichgesinnte. Oft auch Gleichgültige, was nicht immer das schlechteste ist.

Aber was ist mit der hohen Zahl von Single-Haushalten? Sie sind Ausdruck des Wohlstands! Man kann es sich leisten alleine zu leben. Und wer alleine lebt, ist keineswegs zwingend Single: Mehr als ein Drittel der Single-Haushalte-Bewohner sind in einer festen Beziehung.

Und auch wer aus dem Elternhaus auszieht, ist keineswegs aus der Welt. Aus dem Mehr-Generationen-Haus von früher ist die Mehr-Generationen-Region geworden: Nur fünf Prozent der Kinder und Kindeskinder leben weiter als zwei Autostunden von ihren Eltern und Großeltern entfernt.

Wer räumliche Entfernung nicht überbrücken kann, der schafft sich Nähe per Computer. Kinder chatten mit ihren Eltern, mit ihren Freunden - auch vom Cafe aus. Der vermeintlich einsame Kneipenbesucher, der sich hinter dem Bildschirm seines Laptops zu verstecken scheint, kommuniziert gerade mit seinem Kumpel am anderen Ende der Welt - oder auch nur am anderen Ende der Straße, um die Uhrzeit für den abendlichen Kinobesuch zu vereinbaren. Richtig ist zwar, dass sich Einsame gerne an den Computer setzen. Falsch ist, dass der Computer einsam macht. Unter dieser Vertauschung der Kausal-Kette hat schon der Ruf des Fernsehens leiden müssen.

Und es ist auch keineswegs so, dass Online-Bekanntschaften reale Freundschaften ersetzen. Vielmehr geht das eine mit dem anderen Hand in Hand. Die Medienforscher Nicole Ellison, Charles Steinfield und Cliff Lampe haben an den Studierenden der Universität Michigan eine Untersuchung durchgeführt. Erstes Ergebnis: 94 Prozent nutzen das Netzwerkportal Facebook. Zweitens: Je mehr Kontakte ein Studierender auf Facebook hatte, desto mehr waren es auch im wirklichen Leben.

In einer anderen Studie kommen Patti Valkenburg, Jochen Peter und Alexander Schouten von der Universtität Amsterdam zu dem Schluss, dass für Jugendliche das Erstellen von Onlineprofilen wichtig für ihre Selbstdarstellung und damit ihr Selbstwertgefühl ist. Insbesondere die Seite MySpace erlaubt es ihren Usern Profilseiten mit Farben, Formen, Musik und Bildern zu gestalten. Die meisten Jugendlichen (79 Prozent), so ein Ergebnis der Studie, erhalten für solche Profilseiten positive Rückmeldung.

Allerdings: Die neuen Freiheiten haben auch Nachteile, gewichtige. Viel mehr als früher kann man sich heute seine Freunde selbst wählen. Und man wählt, was man kennt. Weil man sich gerne mit Gleichgesinnten umgibt. Das hat zwei negative Konsequenzen. Zum einen verringert es die Chance der Veränderung. "Die eingegangenen Beziehungen wirken sich kaum auf die Struktur der Persönlichkeit aus", meint Professor Dr. Frieder Lang, vom Institut für Psychogerontologie der Universität Erlangen-Nürnberg. Zum anderen können solche Netzwerke in Krisensituationen brüchig werden. Akademiker sind gerne unter Akademikern, Kampftrinker unter Kampftrinkern, Familienväter und Familienvätern. Wenn aber einer der Gruppe aus seiner Rolle ausbricht, erleben dies die anderen Teilnehmer häufig als Bedrohung. Besonders wenn Krankheiten die Krise auslösen, wenn etwa der Trinkkumpane ins Alkoholdelirium fällt. "Das Phänomen des schrumpfenden Netzwerks in Zeiten der Krise ist gut belegt", schreibt Nikolas Westerhoff, in der Zeitschrift "Psychologie heute". Davon würden die meisten Menschen in der Krise negativ überrascht. Westerhoff: "Die tatsächliche Unterstützung fällt oft niedriger aus als erwartet." Vor allem Menschen mit hohem Selbstbewusstsein überschätzten die Hilfsbereitschaft ihres Netzwerkes.

Welche Hilfe aber ist die beste, wenn ein Mitglied eines Netzwerks in einer Krise steckt? "Vieles deutet darauf hin, dass sich vor allem unsichtbare Unterstützung positiv auswirkt", meint die Psychologin Beate Ditzen von der Universität Zürich. Ein Zuviel an Unterstützung kann dazu führen, dass sich der Helfer überfordert fühlt und der Hilfsbedürftige schuldig. Die anderen sollten da sein und helfen, ohne sich aufzudrängen.

Montag, 8. Dezember 2008

Der Wikipedia-Effekt

Alles Berichterstatter? - Wie die Masse im Internet das Berufsbild des Journalisten verändert

Für die Redaktion des "Cincinnati Enquirer" war die Aufgabe nicht zu bewältigen gewesen. Im Dezember 2006 hatte der dortige Bundesstaat Ohio ein Rauchverbot erlassen. Die Zeitung wollte nun jedem ihrer Lesern mitteilen, ob sich die Kneipe um die Ecke an das Rauchverbot hält oder nicht. Eine gute Idee. Das Problem: In Cinncinnati gab es zu diesem Zeitpunkt exakt 1488 Bars und Restaurants. Für die Zeitungsredakteure war es unmöglich in überschaubarer Zeit alle notwendigen Informationen einzuholen. Also bat man die Leser um Hilfe. Die meldeten sich zahlreich. Vor allem per E-Mail. Die Zeitung sammelte alle Informationen und stellte sie auf ihrer Internet-Seite auf einem Stadtplan (per Google-Map) allen zur Verfügung. Eine Recherche, welche die Redaktion nie alleine geschafft hätte, wurde durch ihre Leser ermöglicht. "Crowdsourcing" heißt in den USA dieser journalistische Trend. Er besteht im Kern darin, dass viele bei der Informationsbeschaffung helfen.

Früher waren die Rollen klar verteilt: Der Journalist begab sich auf die Suche nach Informationen. Hatte er diese gefunden, teilte er sie dem Leser, Hörer, Zuschauer mit. Durch das Internet verwischt die Grenze. Weil der Austausch zwischen Informationsbereitsteller und Informationsaufnehmer viel enger ist. Der Besucher eines Nachrichtenseite im Internet kann sich in der Regel sofort zu einem erschienenen Artikel äußern, per Kommentar. Er kann seine Meinung mitteilen oder einfach nützliche Zusatzinformationen beisteuern. Bei einer Printausgabe dagegen muss erst ein Leserbrief verfasst und verschickt werden. Dann muss der Schreiber noch darauf hoffen, dass sich die Redaktion bei der Auswahl der zu veröffentlichten Leserbriefe für seinen entscheidet. Im Internet gibt es diese Beschränkungen nicht. Die Reaktionen auf journalistische Beiträge erscheinen unmittelbar und in voller Länge. Im Prinzip funktioniert diese Art des Journalismus wie das Online-Lexikon Wikipedia: Weil viele mitarbeiten, ist das Ergebnis am Ende besser, als wenn sich eine kleine Gruppe von Experten darum kümmert.

Das hat Konsequenzen für den Journalismus der Zukunft. "Während es heute üblich ist, die Idee einer Geschichte als Geheimnis zu bewahren, damit die Konkurrenz sie nicht erfährt, ist es bei der Idee des 'verteilten Reporter-Modells' nötig, eine Story in einem möglichst frühen Stadium Online zu stellen", schreibt etwa Mark Briggs in seinem Lehrbuch "Journalism 2.0". Dies, so Briggs weiter, erlaube den Lesern, sich an der Entwicklung einer Story zu beteiligen. Gleichzeitig ist im Online-Journalismus eine saubere Recherche noch wichtiger als bei Print, Radio und Fernsehen. Weil das Blamage-Potential größer ist. Ein Fehler wird von den Usern per Kommentar sofort öffentlich gemacht.

Am radikalsten will diese Idee die Internet-Seite NewAssignment.net umsetzen. Professor Jay Rosen von der New York University hat im Jahre 2006 diese Seite ins Leben gerufen. Dort werden Nachrichten und Geschichten eingestellt und von freiwilligen weiterentwickelt. Rosen erklärt das Konzept so: „NewAssignment sagt: Hier ist eine ziemlich fertige Story. Wir haben viele gute Informationen gesammelt. Pack dein Wissen dazu und mach sie besser. Arbeite mit uns, wenn du Dinge weißt, die uns unbekannt sind.“

Der verstärkte Austausch mit den Lesern, Hörern und Zuschauern ist nicht die einzige Veränderung im Berufsbild des Journalisten. Das Internet fügt auch zusammen, was früher getrennt war. Bewegbilder lieferte das Fernsehen, Texte wurden in der Zeitung gedruckt, das gesprochene Worte sendete das Radio. Im Internet vereinen sich alle drei Medien. Eine für das Internet aufbereitete Story, über die Wahlen in den USA etwa, kann ein Video mit Wahlkampfreden der Kandidaten enthalten, einen geschriebenen Kommentare und ein Audio-Interview mit einem Wahlkampf-Experten.

Das ist die eigentliche Chance des Internets: Dass nicht mehr das Medium darüber entscheidet, in welchem Format ein journalistischer Inhalt übermittelt wird, sondern die Frage im Mittelpunkt steht, welches Format das beste für eine Story ist. Ein Sportereignis will man in bewegten Bildern sehen, die gekonnte Analyse als geschriebenes Wort, ein Thema mit Erklärungsbedarf in einer anschaulichen animierten Grafik. Das Internet macht diese neue Form des Journalismus möglich.

Für den Journalisten heißt dies: Die Anforderungen steigen. Wer früher bei einer Zeitung war, schrieb; wer beim Radio arbeitet, baute Audio-Beiträge; war man beim Fernsehen angestellt, produzierte man Bewegbilder. Weil es diese Trennung im Internet nicht mehr gibt, müssen Journalisten zunehmend zu Generalisten der Formate werden. Nicht alle Journalisten müssen alles herstellen können. Denn guter Journalismus braucht auch in Zukunft die Spezialisierung. Immer wichtiger aber wird das Verständnis darüber, wie eine Story aufbereitet werden soll: mit einem Kamerateam, einem guten Schreiber oder durch einen Grafiker, der sich auf beeindruckende Animationen versteht.

Der Beruf des Journalismus gewinnt dadurch. „Es gab nie eine besser Zeit Journalist zu sein als heute “, sagt Briggs. Das klinge vielleicht komisch, so Briggs weiter, wenn man bedenke, wie viele Zeitungs-Journalisten seit dem Jahre 2000 ihren Job verloren hätten, aber noch nie habe es so mächtige Wege gegeben, Geschichten zu erzählen und den Leser mit Informationen zu versorgen. „Wer den Journalismus liebt, der liebt die Vielfalt der Möglichkeiten, die gestiegene Interaktion mit dem Publikum und das fast komplette Verschwinden der Beschränkung von Raum und Zeit.“

Samstag, 6. Dezember 2008

Meine Top 10

Eine persönliche Hitliste: Die besten Seiten des Jahres 2008

Die Gestaltung der Webseiten wechselt, die Technik schreitet voran, die Inhalte wandeln sich - über den Fortschritt des Internets informiert das Internet selbst. Aber auf welchen Seiten? Das Angebot ist schwer überschaubar. Hier meine persönliche Hitliste jener Webseiten, die ich in diesem Jahr für besonders interessant, hintergründig, merkenswert halte.

Wissen, was schön ist
Welche Webseite hat sich ein neues Outfit verpasst? Was macht ein schönes Logo aus? Welche sind die gruseligsten Internetseiten? Designtagebuch.de ist eigentlich ein Fachblog vor allem für Webdesign. Doch die Inhalte sind auch für Laien verständlich. Wer sich für Gestaltung im Internet interessiert, ist hier richtig.
Videotipp: Ein nachgerade sehr witziges Video über den Entstehungsprozess eines Logos

Papier-Qualität im Netz
Quantität gibt es genug im Internet. Aber an der Qualität mangelt es bisweilen. Die Pendants zur Qualitätszeitung im Printbereich entwickeln sich gerade erst. Ein hoffnungsvoller Ansatz dieser spannenden Entwicklung: carta.info. Carta ist ein Mehrautoren-Blog für Politik, Medien und Ökonomie. Übrigens: Carta leitet sich vom lateinischen Wort für Papier ab.
Lesetipp: "Brauchen wir mehr Staatsunternehmen?"

Deutschlands Top-Blogger
Welche Blogs sind die beliebtesten? Unter deutscheblogcharts.de werden wöchentlich die Top100 der deutschsprachigen Blogs präsentiert. Genauer gesagt basiert das Ranking auf einer Zahl, die angibt, welche deutschsprachigen Blogs wegen ihrer Inhalte besonders oft von anderen Bloggern verlinkt beziehungsweise zitiert werden. Die Nummer eins aktuell: basicthinking.de/blog.
Lesetipp: Einfach mal über das Ranking scrollen und beim ein oder anderen Blog vorbeischauen.

Youtube mit Anspruch
Wem Youtube zu lustig, zu kurzweilig, zu unübersichtlich ist, der sollte mal auf getdocued.net stöbern. Eine kleine, nicht wirklich hübsch gemachte Website. Aber auf ihr werden sehenswerte Dokumentationen und Dokumente der Zeitgeschichte gesammelt.
Videotipp: Die Rede von Barack Obama in der Wahlnacht

Besuch beim Useability-Guru
Wie funktioniert eine Website? Genauer gefragt: Wie sollte sie funktionieren? Wie gestaltet man eine Seite übersichtlich? Wie gibt man dem User Orientierung im Portal? Alle zwei Wochen klärt Useability-Guru Jakob Nielsen auf useit.com über die Geheimnisse guter Websites auf. Allein um sich das Layout seiner Seite anzuschauen, lohnt sich ein Besuch - obwohl von Layout man gar nicht recht sprechen will. Verständlich aber ist die Seite wie keine zweite, useable eben.
Lesetipp: "25 Years in Usability" - Nielsen schaut auf sein Berufsleben zurück

Zeitung im Internet
Weltweit gibt es tausende von Zeitungen. So unterschiedlich wie die Printausgaben, so verschieden sind auch ihre Onlineauftritte. Unter onlinenewspapers.com kann man nach allen suchen.
Stöbertipp: Die New York Times - ein Vorbild für die Zeitungsbranche weltweit.

Hinter den Bildschirm blicken
Kein Thema wird in Blogs ausführlicher behandelt, als das Internet selbst. In vielen Blogs geschieht das auch ziemlich gut. Besonders gut macht es netzwertig.com. Weil dort Neuigkeiten und Trends der Internetwirtschaft nicht nur aufgezeichnet, sondern auch analysiert werden.
Lesetipp: "10 Webdienste aus Europa, die die Musiklandschaft verändern"

Wissen was geht

Weniger hintergründig als netzwertig.com, aber sehr informativ: Golem.de - das wohl umfangreichste deutschsprachige Nachrichtenportal zur Digitalwirtschaft. Was hier nicht steht, hat nicht stattgefunden.
Kein Lesetipp, denn auf Golem bestimmt die Aktualität eines Themas das Interesse daran.

In Bewegung
Immer mehr Menschen filmen, weil filmen immer einfacher und billiger wird. Fast jedes Handy hat mittlerweile eine Aufnahmefunktion. Wer mehr können will, als den Record-Button auf seinem Mobilfunkgerät zu finden, ist auf der Seite slash.cam.de gut aufgehoben.
Lesetipp: "Die Top-6 Anfänger-Fehler beim Videofilmen"

Kontrolle für die Kontrolleure

Bildblog.de zeigt eine Stärke des Internets: die Aufklärung. Stefan Niggemeier und Christoph Schultheis betreiben den Blog seit 2004. Und mit Hilfe der Hinweise vieler Leser decken sie auf, was die Bildzeitung Tag für Tag so treibt, was sie unter dem Deckmantel des Journalismus alles in die Welt setzt, an Halbwahrheiten und mehr. Sie kontrollieren quasi die Kontrolleure der Demokratie, die Medien. Bereits im Jahr 2005 haben sie dafür den Grimme Online Award erhalten. Heute ist der Bildblog lesenswerter denn je.
Lesetipp: Die Einlassungen von Bildblog über Bild-Kolumnist Franz Josef Wagner, zum Beispiel hier